Evolution

der Mensch steht vor der Herausforderung, dass sich Strukturen im Bewusstsein gerade bahnbrechend ändern. Um dies zuzulassen wird das Zurückwerfen, sich besinnen, unumgänglich sein. Auch jetzt ist die Verführung groß, sich im „Stillstand“ mit anderen Dingen zuzuschaufeln. Nach dem Motto „Zeit muss gefüllt werden“ !

Wenn du ganz still wirst, kannst du vielleicht spüren wie du innerlich arbeitest. Wie sich neue Synapsen bilden. Wie es auch Störungen gibt, du einfache Dinge nicht ausführen kannst. Es gleicht einer Defragmentierung bei einem Rechner. Während des Prozesses hast du keinen Zugriff auf die Festplatte. Dein System arbeitet von selbst. Störungen von außen werden als Belastung empfunden oder führen zur Verzögerung.

Kleine Atemsequenzen oder Meditationen können dich in der Verarbeitung unterstützen. Mein Empfinden sagt hier, aber nur minimal. Durchbrechende und lange Meditationen sind nicht mehr notwendig. Das System ist sehr offen. Jetzt sollst du hinschauen, hineinfühlen. So viel entspringt deinem Selbst, wenn du dich zurück fährst. Du brauchst niemanden der dich führt. Anregungen tuen gut, alles andere kommt aus dir. Wenn du es zulässt.

Steck dich nicht in eine Schublade, da begrenzt du dich nur. Du kannst jeden Moment neu entscheiden. Deine Sichtweise ändern. Wir identifizieren uns oft mit dem ich bin…die oder der..vertrete die und die Meinung…so wirst du auch von außen eingeordnet z.b. liberal oder konservativ, zurückhaltend oder laut, du trägst gerne bunt oder schwarz…..Wir müssen aufhören zu kategorisieren. So kommen wir hier nicht weiter.

Mensch du und ich wir stehen vor einer Evolution!!! Die Energie zeigt sich gerade als sehr unterstützend, dein Nervensystem bereit. Es zeigt dir wo es hakt, geh damit in Heilung.

Wir haben gerade die Chance uns als Menschheit neu zu erfinden. Ich kenne übrigens auch tolle Lehrer, die das Lernen der Kids der momentanen Situation anpassen und vielleicht ja darüber hinaus.

😉

Geh mit der Bewegung, lass deiner Kreativität freien Lauf! Das Rad erfindet sich neu….

Einkaufen

Hände desinfizieren, den Griff des Einkaufwagens. Die Streifen auf dem Boden signalisieren Abstand zu halten. Warten an den Gängen. Jeden Schritt achten. Jeder Schritt gefühlt beobachtet. „Nein, lassen Sie bloß nicht den Wagen stehen! Ich wurde eben schon ermahnt!“, ruft mir eine Frau zu.

Ich bin nicht eine der strukturierten Käufer, laufe die Gänge oftmals zurück. Das wird mir jetzt zum Verhängnis!!

Reizüberflutung der vielen Stopp´s und Go´s und der fühlbar energiegeladenen Schwingungen, die mich umgeben. Ich schreie innerlich „ich will hier raus!“ Freundliches Lächeln, der ein oder anderen Person heitert mich auf. Ich beobachte mich, das Warten vor der Ware um den nötigen Abstand, lädt ein zum Verweilen.

Durchatmen, aktzeptieren, sich und seinen Raum zu fühlen. Gleichzeitig versperre ich etwas Anderes, spüre die Ungeduld der Person. Lasse mich verdrängen. Ich merke wie die Hast mich greift, ich mit ihr gehe. Vielleicht nicht beim ersten oder zweiten Mal. Dann aber doch, vielleicht war der Druck zu groß.

Mein Bewusstsein zeigt mir das Bild von Ruhe, ich weiß das es existiert. Aber jetzt gehe ich weiter, die Menschen schauen mehr nach außen als nach innen. So sichtbar wollte ich gar nicht sein.

Gehaltene Energie, Vorsicht ist geboten!Wenn etwas nicht in seinen Bahnen läuft, wie in dieser Situation momentan, wirkt vieles reizend. Etwas obendrauf kann niemand gebrauchen. Jeder ist um Freundlichkeit bemüht. Doch der Klang der Stimme verrät etwas anderes. „Reiß dich zusammen!“, sagen die Sprechblasen in den Köpfen.

Nachdem ich meine Ware auf das Band gelegt habe und die Kassiererin zum zweiten Mal wegen mir aufstehen muss, weil ich vergessen habe etwas abzuwiegen, spüre ich eine tiefe Traurigkeit. Ich könnte losheulen wie ein kleines Kind.

Ich lasse den Kloß im Hals, ich trau mich nicht. Ich werde ermahnt: „Das ist ja auch nicht abgewogen!“ Klar, es könnte ein Trigger aus der Kindheit sein. „Du hast schon wieder etwas falsch gemacht!“ Du entsprichst nicht den Erwartungen, dass war ein Fehler, du verursachst zusätzliche Arbeit.

Es könnte aber auch die Kassiererin spiegeln. Sie, die immer funktionieren muss, sogar in Krisenzeiten.

Ich möchte mich hier nicht als Opfer darstellen. Ich gebe nur einen Einblick in meine sehr sensible Wahrnehmung. Und ja vielleicht weine ich beim nächsten Mal wirklich. Um dem gefühlten Druck der Menschen um mich herum ein Ventil zu geben.

Es geht darum, die Weichheit wieder unter die Menschen zu bringen. Es ist die wahre Stärke und bekommt jetzt den Raum auf Vormarsch zu gehen. Jetzt wo Strukturen brechen. Fein, gebrochen, fehlerhaft, fabelhaft Mensch!

Dann verzeihe dir selbst, verzeihe deinem Gegenüber, nimm nicht den Schmerz auf. Gib ihn mit Liebe zurück. Es ist nicht deine Aufgabe damit zu gehen. Vertraue in die Fähigkeit des Anderen, sein Päckchen selbst auszupacken.

Vielleicht treffe ich beim nächsten Mal die Entscheidung und es ist letztendlich die Entscheidung, mir meinen Moment zum stehen bleiben zu gewähren.

Perfektion

An alle verzweifelten Eltern: 

Bitte stopft die Kinder nicht mit Schulstoff voll. Ich weiß, dass viele Pädagogen bemüht sind, die Normalität zu wahren. Dennoch, wir haben einen Ausnahmezustand!!! 

Es macht was mit uns und das braucht Raum. Raum zu verstehen, zu verarbeiten und woanders hinzusehen. Die kleinen Seelen fühlen oft sehr viel näher, dass etwas anders ist. Es ist wichtig sie da jetzt aufzufangen. Die Zeit sollten wir uns geben, zum reden, spielen und was uns Freude macht. 

Wenn jetzt etwas gesprengt wird, dann unsere Sicht darauf, immer perfekt funktionieren zu müssen. Schenke dir selbst sehr viel Liebe an diesen Tagen und vergib dir selbst.

Lass nicht dein Gefühl von ungenügend zu sein, durch deine Kinder wirken. Lange genug hast du Erwartungen erfüllt. Wenn du dich doch nun auf kleinem Raum aufhältst, lass deinen Geist frei werden.

Schuldfrage lösen

Unser Land kann sich jetzt von der Schuldfrage lösen. Wir fühlen uns immer schuldig, das ist unsere Geschichte.

Mein Appell geht dahin, nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen. Ein kollektives Erleben, könnte ein Anstoß sein.

Dieser Ausnahmezustand kann als sehr existenziell empfunden werden. Das heißt, das traumatisch erlebte Situationen hier ihren Nährboden finden können. Alte Ängste kommen plötzlich hervor und vielleicht ein Erleben, wie im Nebel zu wandern. Schock, Starre, hastiges Handeln. Während der Eine zurzeit einen Befreiungsschlag wahrnimmt, kämpft der Andere ums nackte Überleben.

Hören wir also auf über andere zu urteilen, warum sie sich so oder so verhalten oder uns gar überlegen zu fühlen.

Zudem muss das, was wir gerade erleben, ja auch erst bei jedem ankommen. Verdaut, verarbeitet werden. Es erzeugt Unsicherheit, wie ich mich wohl verhalten und ob ich wohlmöglich einen Fehler mache. Wir sind Menschen, keine Roboter, die von jetzt auf gleich umprogrammiert werden können. Es muss in unserem Bewusstsein wachsen. Zeige Herz, Hamsterkäufe geschehen aus einem unbewussten Muster, sie lassen sich nicht über den Verstand regeln.

Niemand ist besser oder schlechter, wenn du nicht all diese Auswirkungen in dein Herz nehmen kannst. Die Frage nach der Schuld löst sich hierbei auf. Niemand ist Schuld. Du bist nicht Schuld. Das wäre viel zu simpel.

Virus Mensch

Die Luft die wir einatmen sehr viel klarer, ich kann sehr viel tiefer atmen, der Himmel blau. Das Virus Mensch wird ausgeschaltet.

Die Natur erobert sich ihren Raum zurück. Wir fühlen sie mehr, hören ihr zu. Bäche rauschen, Vögel zwitschern, Äste knarren. Wann warst du so still? Immer geschäftig, in Konzepten eingebunden….jetzt verlieren sich Zeit und Raum. Nutze es zu sein, du zu sein. Ohne Vorgaben und Vorlagen. Was du heute nicht tust machst du eben morgen.

 Leere, Verzweiflung, Gereiztheit auch das gehört dazu. Spiele dir nicht die heile Welt vor.  Gesteh dir den Moment ein, wo du nicht mehr kannst, nicht mehr weiter weißt… sprich es auch vor deinen Kindern aus. Sie spüren es sowieso…zerbrich nicht an deiner eigenen Härte, immer stark sein zu müssen, alles im Griff zu haben! Nur so bekommst du Unterstützung, nimm sie an du Mensch!

Surreal

Surreal im falschen Film aufgewacht? So fühlt es sich an. Ein Ausnahmezustand, die Welt steht still. Funktionieren geht nicht mehr, so das gewohnte Tun. Wir können erschrocken darüber sein, uns aus unserer Spur gerissen fühlen. Schauen wir mal darauf, mit einem Blick von oben. Nichts ist von Grund auf richtig oder falsch, gut oder schlecht. Die umgehende Unsicherheit macht uns menschlicher. Wir sind nicht perfekt, dass wird uns hier unter die Nase gerieben. Unsere Betriebsamkeit bekommt einen Riegel vorgeschoben. 

Was sich vielleicht zunächst als erschreckend darstellt, könnte zu bahnbrechenden Veränderungen führen. 

Schon lange tragen sehr viele Menschen den Gedanken mit sich, dass sich einige Strukturen ändern müssen. Bitte, was sich hier jetzt für dich verschließt, läd dich dazu ein neue Räume zu öffnen!!! Was ist dir wirklich wichtig? Was bleibt dir, wenn all das wegfällt? Es ist so ein bisschen wie zwischen den Zeilen lesen. Inne zu halten, sich auf sich selbst, einen kleinen Kreis zu beschränken. 

Hast du dein Kind zu Hause, Home Office… musst den Unterricht organisieren? Leute, unser Schulsystem ist in vielem überholt. Hier die Chance: frag dein Kind wie es den Unterricht gestalten würde. Auf Augenhöhe. Zeiteinteilung am eigenen Rhythmus angepasst. Ist dein Kind eine Eule oder eine Lerche? Etwas länger schlafen oder lieber später arbeiten. Wo arbeite ich selbstständig, wo brauche ich Unterstützung. Wie wird Unterricht lebendig? Nicht nur linear gedacht, sondern mit allen Sinnen erlebt?

Das nur zum Beispiel. 

Heute am Freitag den 13.03.2020, war die Straße im Dorf auf jeden Fall sehr viel bunter als sonst. Kinder trafen sich, Mütter berieten sich. Wo soll man auch sonst hingehen. Irgendwie wird die Welt wieder kleiner. Und vielleicht müssen wir da erst wieder hin zurück, bevor wir uns im Raum aller Möglichkeiten verlieren. 

❤

Ein Herz für alle Menschenwesen und das Mensch sein.